Vorschlag von: Zentrale Gebäudebewirtschaftung (Amt 17)
Veräußerung oder Übertragung von acht ehemaligen Ortsteilrathäusern und weiterer Immobilien
Einnahmevolumen: 179.668 €
Durch Verkauf:
- Einsparung von Bewirtschaftungsaufwendungen (Sachkostenersparnis)
- Einsatz der Verkaufserlöse zur Tilgung von Krediten (Zinsersparnis)
- Einsparung von Personalkapazitäten nach Vermarktung (Personalkostenersparnis)
Darstellung der Maßnahme
- Ausschreibung der Immobilien
(ehem. Ortsteilrathäuser Grüna, Mittelbach, Altenhain, Euba, Röhrsdorf, Wittgensdorf, Einsiedel, Klaffenbach; Gebäude Henriettenstraße 5 [Umweltzentrum], Gebäude Kaßbergstraße 22 [Lila Villa] und Objekt Schüffnerstraße 1 [ehemaliger ESC-Stützpunkt])
- bei nicht erfolgreichen Verkaufsverhandlungen Einbringen in die Auktionen
- Reduzierung des Personalbestands nach Veräußerung der Immobilien
- Einsparung von Kreditzinsbelastungen durch Tilgung der entsprechenden Kredite (dabei wurde von einem Zinssatz i.H.v. 3 % p. a. ausgegangen)
- Einsparung bei Bewirtschaftung (Delta aus Ersparnis Bewirtschaftungsaufwand und
Erträgen aus den Objekten)
- Basis für die Ermittlung der Bewirtschaftungsaufwände und -erträge waren die IST-Werte des Jahres 2009
Finanzielle Aufschlüsselung
2011: 0
2012: 0
2013: 0
2014: 0
2015: 179.668
Umsetzungsbedingungen
- die entsprechenden Gremien (Ausschüsse und Stadtrat) müssen die Entscheidung zur Veräußerung der o. g. Objekte mit tragen – die Umsetzung muss durch das Liegenschaftsamt (Grundstücksverkehr) erfolgen,
- nach erfolgloser Ausschreibung im Amtsblatt und Internet sollten die Objekte in die Grundstücksauktionen gehen (breitere Interessenschicht)
- um den Konsolidierungsbeitrag bis 2015 erreichen zu können, müssen die Veräußerungen bis spätestens Ende 2014 erfolgen
Umsetzungsfolgen
Positive:
- Reduzierung von Bewirtschaftungsaufwand (jedoch auch Reduzierung von Erträgen aus
den Objekten z. B. Mieten, Pachten, Nutzungsgebühren usw.)
- Reduzierung von Personalaufwand
- Reduzierung von Zinsbelastungen
Negative:
- Öffentliche Kritik, da der vorgeschlagene Objektbestand in den jeweiligen Ortschaften/Stadtteilen von gewisser Bedeutung sind
..wenn man es nicht braucht,kann man die Objekte auch veräußern. Allerdings kann man hier schlecht was dazu sagen. Was ist denn “gewisse Bedeutung”!?
Ist es wirklich schon Zeit, das Tafelsilber zu verscherbeln? Man kann auch vermieten, bis wieder Geld in der Schatulle ist.
Nich benötigte oder für die Stadt vewertbare Immobilien sollten generell veräußert werden. Aber nicht an windige Investoren oder “Heuschrecken”, denn davon haben wir in Chemnitz schon genug, sonder an Leute, die was draus machen wollen !
Betr.: verkauf Henriettenstr.5 und Kassbergstr. 22. Beide Häuser beherbergen Institutionen, die sich aus der basisdemokratischen Bewegung 1989 entwickelt haben (Umweltzentrum, Frauenzentrum) und seit 20 Jahren kontinuierlich in diesem unverzichtbaren baisdemokratischen Sinn erfolgreich arbeiten. Sollte mit dem Verkauf der Häuser auch diese Institutionen abgeschafft werden, wäre dies eine Absage an die politischen Ziele von 1989.
Sollten die Einrichtungen erhalten bleiben und in andere Häuser umziehen, ist die Frage, was hier an Einsparungseffekten übrigbleibt.
Das Umwelt- und das Frauenzentrum befinden sich nicht von ungefähr in diesem Gebiet, sondern es war eine bewusste Besetzung der Häuser, die vorher der Staatssicherheit gehörten. Es wäre also zu überlegen, inwieweit sich dieses Gelände nicht für eine Präsentation der demokratischen Traditionen dieser Stadt eignen würde.
So hat die Villa, Kaßbergstr. 22 auch eine antifaschistische Tradition aufzuweisen. Hier wohnte der Historiker und Studienrat Dr. Otto Goldhardt, Mitbegründer der Deutschen Demokratischen Partei in Chemnitz, der von der Gestapo wegen seines Widerstandes erst aus dem Haus vertrieben und später in Ausschwitz ermordet wurde.
Claus Dittmann
Querweg 27
09228 Chemnitz – OT Wittgensdorf
Tel. 037200 87412
Für unser Wittgensdorf enthält meine Ergänzung zu den Sparvorschlägen der Stadtverwaltung keinen über das vorgeschlagene Kürzungsprogramm hinausreichenden Nachteil. Allerdings versuche ich, das gesamtgesellschaftliche Wohl unserer Stadt und ihrer Menschen etwas in den Vordergrund zu rücken. Eine Notwendigkeit, gerade in wirtschaftlich schwierigen Situationen.
Bereits in im Schreiben des Bürgerbüros vom 03.06.2010 wurden mir die für uns Dorfbewohner sehr schmerzhaften Sparmaßnahmen mitgeteilt: Die Bürgerservicestelle Wittgensdorf wird in absehbarer Zeit nur noch einmal monatlich geöffnet sein und als Ersatz ein mobiler Bürgerservice eingerichtet werden. Neben der beabsichtigten Abschaffung auch des Wittgensdorfer Ortschaftsrates, sollen alle Rathäuser von eingemeindeten Ortsteilen zum Verkauf angeboten werden. Ebenso das Wittgensdorfer Rathaus, das derzeit mit einem Kostenaufwand von € 760.089,00 (Kostenstelle 77200-94002) generalsaniert wird.
Für den steuerzahlenden Dorfbewohner stellt sich spätestens jetzt die Frage: Wozu braucht Wittgensdorf ein mit erheblichen Kosten komplett saniertes Rathaus, wenn wir ab 2014 keinen Ortschaftsrat mehr haben und lediglich einmal im Monat ein mobiler Bürgerservice unseren Stadtteil besucht?
Da die Bauarbeiten am Gebäude bereits weit fortgeschrittenem sind, schlage ich vor, das Gebäude nur mehr äußerlich fertig zu stellen und dann einen Baustopp zu verfügen. Auf den kostenaufwendigen Innenausbau soll verzichtet und das Haus umgehend zum Verkauf angeboten werden. Mit dieser Vorgangsweise könnten sofort Investitionsmittel samt Zinsen dringenderen Vorhaben zugeführt und zudem eine günstigere Ausgangslage für die Verkaufverhandlungen erzielt werden. Dem künftigen Eigentümer wird damit die Möglichkeit eingeräumt, die Räumlichkeiten einschließlich aller Installationen kostengünstig von A bis Z seinen Bedürfnissen anpassen zu können.
Eventuelles Interesse der Stadtverwaltung an der Nutzung von Teilen des Gebäudes könnte in den Verkaufsverhandlungen berücksichtigt werden.
Der bereits wiederholt gehörte Vorwurf der Verschwendung von Steuergeldern kann damit den Wittgensdorfer Bürgern und allen Steuerzahlern gegenüber entschärft werden.
nicht benötigte immobilien sollten verkauft werden, verursachen sonst nur sinnlose kosten
Abstimmen kann man diesen Vorschlag nicht, da der Vorschlag aus 11 Einzelvorschlägen besteht, die durchaus voneinander getrennt werden sollten und unterschiedliche Entscheidungen haben könnten. Die Schließung des Umweltzentrums und der Lila Villa wäre z. B. eine Katastrophe für die Stadt, wenn das Rathaus in Wittgensdorf nur einmal pro Woche genutzt wird, sollte tatsächlich über eine Alternative nachgedacht werden.
Was mich verwundert ist, dass die Veräußerung von 11 Immobilien nur ca. 179.000 einbringen soll (und da sind ja außer den Verkaufserlösen auch Sach- und Personalkostenersparungen eingerechnet). Wenn das Gebäude des Umweltzentrums nur ca. 179.000 €/11 = ca. 16.000 € Wert ist, werden sich wohl sehr viele Käufer finden.
Der Wittgensdorfer Ortschaftsrat soll 2014, wie alle anderen, abgeschafft werden. Damit und mit der Kürzung des Bürgerservice wird die € 760.000,00 teure Totalsanierung des Wittgensdorfer Rathauses sinnlos. Schmerzhaft vermisst man wieder einmal bei der Stadtverwaltung eine vorausschauende Investitionsplanung. Aber auch beim Ortsvorsteher, zumal dieser auch im Stadtrat eine nicht unwichtige Position innehat. Das jetzt leerstehende Gebäude ist kostenminimierend raschest zu verkaufen.
Bei ernsthafter Geschäftsführung und echter Einbeziehung der Ortsbewohner wären Ortschaftsräte als bürgernahe demokratische Einrichtung segensreich gewesen. Auf die leider ortsüblichen parteipolitischen Macht- und Ränkespiele hinter verschlossenen Türen hätte man freilich längst verzichten müssen. So wird die ersatzlose Streichung der Ortschaftsräte für die Dorfbewohner jetzt durchaus denkbar und akzeptabel.
Mit dem Entfall des wöchentlichen Bürgerservice kommt es – neben der schwindenden Nahversorgung – zu einer weiteren schmerzlichen Schrumpfung der dörflichen Infrastruktur. Für viele Ortsbewohner ist der berechenbare Zugang zu einer Bürgerservicestelle schon auf Grund der Altersstruktur unentbehrlich. Und von unseren gewählten Stadträten ist es ebenfalls nicht zu viel verlangt, künftig in wechselnder Folge zumindest zweimal im Monat als Ansprechpartner für den Bürger vor Ort ansprechbar zu sein.
Die angekündigte Bürgerbeteiligungssatzung könnte ein gutes basisdemokratisches Fundament werden – wenn es denn in einer praxisnahen und handhabbaren Fassung in absehbarer Zeit beschlossen wird.
Veräußerung Lila Villa und Umweltzentrum: Ich bin dagegen, weil es Einrichtungen der BürgerInnenbeteiligung sind die aus der kreativen Wende Zeit stammen. Es müsste doch jeder/n klar sein, dass unsere Stadt und diese Zeit nicht gerade gesegnet ist von Bürgerengagement, es aber eine kostbare Ressource ist. Die räumliche Nähe dieser Initiativen ist nicht ohne Sinn. Wir sollten als Stadt froh sein derartige Initiativen in unserer Stadt zu wissen und nicht nur in Dresden und Leipzig.
Außerdem möchte ich auf Widersprüche in der Konzeption bezüglich der Zukunft des Umweltzentrums hinweisen. Unter “Organisationsoptimierung im Baudezernat” ist erfreulicherweise zu lesen: keiner habe die Absicht ein Umweltzentrum zu schließen, vielmmehr soll es mit der Zusammenführung der Aufgaben des Botanischen Gartens mit denen des Umweltzentrums zu einer Neuausrichtung der Einrichtung kommen. Dabei stellt sich die Frage, wo die über 10 Verbände und Initiativen, die derzeit in der Henriettenstraß 5 ca. 600 qm nutzen, diesen räumliche Bedarf im Botanischen Garten finden sollen? Wo sind die Einsparpotentiale, wenn bisherige kommunale Mitarbeiter in den Botanischen Garten wechseln und ihre Aufgaben aber mitnehmen? Außerdem sieht die Konzeption vor, dass sich der Botanische Garten in eine Grünanlage mit zwei Gewächshäusern entwickeln soll. Welchen Grund soll jemand haben dafür noch Eintritt zu bezahlen?
Alle Parteien haben Bildung als wichtigen Baustein in ihren Parteikonzepten stehen. Hier aber droht zwei Bildungseinrichtungen das Aus. In diesen Krisenzeiten scheint es eher wichtig zu sein die Menschen auf den Weg zu nachhaltigen, zukunftsfähigen Konzepten mit zu nehmen und dafür braucht es das bürgerschaftliche Engagement.Diese Einrichtungen wirken für unsere Kinder und deren Zukunft, sie sollten nicht für die Fehler unserer Generation zahlen müssen. Globales lernen ist eine Zukunftsaufgabe, der die Stadt mit ihren vielen positiven Beschlüssen auch Rechnung tragen sollte.
Natürlich. Was oll die Stadt mit einem Ehemaligen Ratshaus wenns keines mehr ist.
Veräußerung Umweltschutzzentrum
Auf der Suche nach einer sinnvollen Tätigkeit in der mir mit 63 verordneten Freizeit wurde ich auf den sich in der Henriettenstraße 5 im Rahmen des Umweltzentrums stationierten ADFC aufmerksam gemacht. Ein Besuch auf der Internetseite des Chemnitzer Fahrradclubs und ein Gespräch mit Herrn Rößiger und Herrn Scheibe vom Vorstand des Clubs sowie die Teilnahme an Radtouren haben mir eindrucksvoll gezeigt, welchen Zuspruch der Club bei den Chemnitzern gefunden hat.
Mit der Verlegung der Clubverwaltung von der Henriettenstraße an den Stadtrand zum Botanischen Garten wird dieses beispielhafte Engagement vieler freiwilliger Helfer, sei es als Tourführer der vielen Radtouren, die über das ganze Jahr verteilt für jedes Anspruchsniveau stattfinden, oder als Organisatoren, bei der Präsentation und als Sachverständige einer umweltfreundlichen Alternative von Mobilität freiwillig und unentgeltlich tätig sind, gröblichst missachtet.
Für mich persönlich wäre die Realisierung dieses Vorhabens ein wesentlicher Grund über mein Engagement nachzudenken.
@Wittgensdorfer
Was Sie von Wittgensdorf berichten mag dort so sein; es ist vielleicht tatsächlich nicht günstig einen CDU-Fraktionschef zum Ortsvorsteher zu haben.
Für viele andere Orte – ich kann da detailliert für Grüna sprechen – ist dies aber eben genau nicht so. Hier gibt es eben keine Parteiränke, wie regelmäßig im Stadtrat, hier wird Sacharbeit gemacht! Vieles wird im Kleinen gut und unkompliziert geregelt – manchmal tritt man auch so manchen in der Stadt etwas unbequem auf die Füße – oft zum Vorteil der Sache.
Hände weg auch von den Rathäusern, diese sollten eher vermietet als verkauft werden; für die nicht mehr genutzten Teile. Warum stehen jetzt und seit langem so viele Räume leer? Obwohl die Ortsvorsteher auf die Vermietungsmöglichkeiten öfters hingewiesen hatten? Will man einen besseren Marktpreis sichern? Schon seit Jahren?
Herr Nonnen hat betont, kein Tafelsilber verkaufen zu wollen; nun hat er aber vor sogar das Essbesteck einer lebendigen, bürgernahen Demokratie zu verramschen.
Zum Umweltzentrum: Volle Zustimmung zu Dietmar. Auch ich erlebe diese Haus mit den vielfältigen Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung, weit über die originären Umweltfragen hinaus, als dringend zu erhaltenden, lebendigen Bestandteil unserer kommunalen Demokratie. Ohne Umweltzentrum und Erhalt der letzten Rest lebendiger Basisdemokratie wird die Lebensqualität in unserer Stadt weiter abnehmen.
Demokratie lebt von Diskurs, Diskussion, nicht nur im Stadtrat, sondern auch möglichst bürgernah – wer dies weiter beschneidet, der baut Demokratie ab. Ein nicht bezahlbarer und kaum wieder gut zu machender Nachteil für die Zukunft der Stadt, unsere Kinder und Enkel.
Im Block kann ich den Vorschlag nur ablehnen. Umweltzentrum und Lila Villa sind wesentliche Tragpfeiler ehrenamtlicher Aktivitäten dieser Stadt. Wenn das Geld knapp ist, sollte man gerade denjenigen, die großenteils in ihrer Freizeit arbeiten, gute Bedingungen bieten. Das Umweltzentrum beherbergt eine Vielzahl von Vereinen, die mittel- oder unmittelbar das Leben in Chemnitz mitgestalten. Wenn deren Domizil so einfach aufgegeben wird, wird auch deren Arbeit leiden.
Das sind Einbußen, die sich in Euro und Cent kaum messen lassen, die aber trotzdem mit berücksichtigt werden müssen.
In einigen dieser Objekte haben wichtige gemeinnützige Organisationen Räume (besonders im Umweltzentrum und in der Lila Villa) – die Zukunft dieser Organisationen und die wichtigen Dienstleistungen, die sie liefern, wäre durch den Verkauf gefährdet, wenn nicht völlig zerstört.
Ich finde es nicht sinnvoll den Verkauf oder Nichtverkauf der Häuser im Pack zu verhandeln, die Lila Villa und das Umweltzentrum sollten nicht verscherbelt werden. Sie beherbergen viele Vereine und sind so zentral in der Stadt angesiedelt und daraus ergeben sich auch Synergieeffekte.
Am Rande der Stadt im Botanischen Garten passen sie doch gar nicht hin.
Hallo HobbyGärtner der Stadt, was kann man noch interessantes ansiedeln auf dem Gelände des Botanischen Gartens?
Sind irgendwo im Weltenrund Chemnitzer zu finden, die sich auch finanziell einbringen können um die Gebäude zu halten – und vielleicht sogar zu sanieren???
Das Gebäude Henriettenstraße 5 soll nicht verkauft werden, weil es ohne Engagement der Vereine, Bürgerinnen und Bürger gar nicht der Stadt gehören würde!
Der einmalige Verkaufserlös wiegt nicht den dauerhaften Schaden für das Verschwinden der über die Grenzen Sachsens hinaus bekannten und anerkannten Einrichtung auf.
Hier sollte schon gewichtet werden. Umweltzentrum und Lila Villa sollten unbedingt erhalten bleiben. Dort sind ehrenamtliche Aktivitäten, die unserer Stadt gut zu Gesicht stehen.
Was bedeutet “Reduzierung des Personalbestands nach Veräußerung der Immobilien”?.
Was wird aus dem Umweltzentrum?
Soll es abgewickelt werden? Oder im Botanischen Garten sein Dasein fristen?
Ich bin gegen Verkauf und somit Schließung des Umweltzentrums weil
1.
die Erschwernis und Störung der ehrenamtlichen Arbeit engagierter Menschen Verschwendung ist und keine Ersparnis
2.
das Haus in der Henriettenstraße 5 als Umweltzenrum und Heimat für Vereine der Stadt Chemnitz anvertraut wurde.
Die Stadt ist zum Verkauf nicht berechtigt!
Es ist unfassbar: Gut erhaltene Immobilien, in denen gesellschaftlich wichtige Organisationen und Vereine agieren, sollte man nicht einfach verkaufen. Diese Organisationen und Vereine leisten in der Gesellschaft sehr viel Sozialarbeit, Aufklärung, Hilfe…, die anderswo entweder nicht zu haben ist oder nur für teures Geld erworben werden kann. Dieses Engagement sollte nicht zusätzlich mit Ungewissheit und Belastungen gestört werden, so dass es für die Mitarbeiter und Ehrenamtlichen unerträglich wird und sie zum Aufgeben getwungen werden. Das gesamte Umfeld würde darunter leiden.
Kornelia Metzing
Arbeitskreis Ausländer und Asyl Freiberg e.V.
… an völlig falscher Stelle gespart werden soll und der _Einspareffekt_ gegen Null geht, der sonstige Schaden aber enorm ist.
hier an der falschen stelle gespart wird. die Vereine und organisationen sind wichtig und übernehmen aufgaben in unserer gesellschaft die ebenso wichtig sind. eine schließung des umweltzentrums wäre völlig sinnlos und nicht zu unterstützen. ich frage mich auch manchmal, wer überhaupt auf solch dumme ideen kommt. aber in dieser stadt ist alles denkbar.
den ortsteilen soll nun die letzte identität genommen werden
Wenn ich in der heutigen finanziellen Situation der Kommunen Ausdrücke wie “Basisdemokratie” oder “Präsentation der demokratischen Traditionen” höre, muss ich fragen, ob das noch zeitgemäß ist. Geschichte ist wichtig, aber man muss sie bezahlen können. Oder geht es mehr um Profilierung/ Selbstverwirklichung auf Kosten anderer?
erst Zwangseingemeindung, dann langsame Zerstörung der ehemaligen Identität- nicht gut
ich im Unterschied zu “Otto” (Beitrag vom 14. August) “Demokratie” nicht mit “Geschichte” verwechsle, oder gar Folklore, wie manch andere in dieser Stadt dies zu sehen scheinen.
Für diese Demontage demokratischer Errungenschaften waren wir 1989 nicht auf der Straße.
Leider hat wohl der eine oder andere der damals mit Aktiven sich heute so eingerichtet, dass er das damals erkämpfte für verzichtbar hält. Dies ist kurzsichtig und gefährlich!
Ich kann mir nicht vorstellen, das sowas mit den Eingemeindungsverträgen vereinbar ist. Oder sind die jetzt eh nur Schall und Rauch?
Die Rathäuser in den eingemeindeten Orten sind ein Stück Identität dieser Orte. Es verhält sich so ähnlich wie mit der Kirche im Ort. Es ist ein gewisser Treffpunkt der Bürger. Wenn die Häuser nicht mehr richtig ausgelastet sind so kann man doch Vereine mit eingliedern.
Weil es hier doch nur darum geht Einrichtungen zu zerstören, welche der Stadtverwaltung zu oft den Spiegel vors Gesicht halten und fragen wie das denn mit dem “gläseren Rathaus” ist? Mir ist auch völlig unklar, wieso man nicht die Nutzer von Lila Villa und Umweltzentrum dazu ermuntert die Häuser in Eigenregie zu übernehmen? Ich weis auch nicht wieso bei diesen beiden Häusern Zinsen zu zahlen sind. Meines Wissens nach liegen auf diesen Objekten keine Kredite, wie es vielleicht gerade beim Rathaus Wittgensdorf ist. Aber auch das ist das Blinde Kuh System. Ich nehme Geld in die Hand um etwas zu sanieren und sage noch in der Sanierungsphase, eigentlich brauche es nicht. Denn schließlich hat die Stadtverwaltung diese Entwicklung nicht vorher sehen können. Wer ist den für diese Mittelverschwendung zur Verantwortung zu ziehen. Die Dezernenten Nonnen, Brehm oder Wesseler? Aber nein diese Maßnahme war doch volkswirtschaftlicher Gewinn, obwohl es betriebswirtschaftlicher Blödsinn ist. Und so wird eben keine Verantwortlichkeit geben und es wird blind weiter gewerkelt, um dann mit solchen billigen Einmaleinnahmen der Haushalt zumindest kurzfristig etwas zu entlasten. Aber langfristig ist das Problem der Unterdeckung nicht geklärt. So sieht auch Moderne aus, Ideenlos!
Ich bin neben dem o.g. auch dagegen, weil:
… nicht einmal feststeht, ob eine ordnungsgemäße Vermietung der meist guten, frei stehenden Räumlichkeiten – durch einen seriösen kommunalen Vermieter – nicht für die Stadt mehr an laufenden Einnahmen bringen würde als die Zinseinsparungen nach einem einmaligen Verramschen der Rathäuser, die dann – im negativsten Falle – zweifelhafte neue Besitzer mit folglich schlechten Vermietungsaussichten und Imageverlusten für die Ortschaften bekämen. Hier sind mir entsprechende Kostenvergleiche nicht bekannt. Auf diese zu verzichten hieße, ggf. Geld der Kommunen zu verschleudern, statt einzusparen. Auf jeden Fall sind die möglichen Mieteinnahmen vom s.g. “Konsolidierungsbetrag” abzuziehen.
Bei so maßgeblichen Eingriffen für das Gemeinwesen, mit nachhaltiger Zerstörung der wertvoller Strukturen, dürfen wir uns nicht “in die Tasche lügen” (lassen) – teilweise oder vollständige “Luftbuchungen” sind unverantwortbar, liebe Stadtverwaltung, liebe Stadträte und andere Verantwortliche in Chemnitz!
Kostenvergleiche sind mit vollständigen Auswirkungen auf beiden Seiten zu kalkulieren.
Ich finde es schlimm,das es überhaupt erwogen wird,eine Ein-
richtung wie das Umweltzentrum anzutasten.Ist es doch eine
Möglichkeit für unsere Kinder,ihre Natur und in weitestem
Sinne auch ihre Zukunft besser kennenzulernen.Irgendjemand
sollte sich dafür arg schämen.
Diese Häuser beherbergen wichtige basisdemokratische Institutionen. Das ehrenamtliche, bürgerschaftliche Engagement, das allerorten gefordert wird, braucht auch Orte, die es ermöglichen. Ohne einen Ort, wo man sich treffen, diskutieren und arbeiten kann, wird die Motivation zum Engagement verloren gehen! Das kann sich Chemnitz nicht leisten!